Ende des I. Weltkrieges (1918)
Als Johan Schuitemaker sr. am Ende des Ersten Weltkrieges von der Front kam, eröffnete er als Bauernsohn eine Schmiede in einem alten Schober gegenüber dem Haus seiner Eltern in dem Dörfchen Notter. Ein paar Jahre später zog er nach Veer an der Gemeindegrenze zwischen Rijssen und Wierden. Gemeinsam mit seinem Bruder, einem Zimmermann, begannen sie u.a. Wagen aus Stahl und Holz mit sechseckigen Abdeckungen für Heuschober zu fertigen. Außerdem verdienten sie Geld mit einem Sägewerk. Darüber hinaus wurden Maschinen aus Deutschland importiert und entwickelte sich rasch der Handel mit verschiedenen Artikeln für die Landwirtschaft.
1940 – 1945
Während des Zweiten Weltkrieges hielt sich Schuitemaker überwiegend mit Reparaturarbeiten über Wasser, für die es glücklicherweise viele Aufträge gab. Nach dem Krieg kam in der Landwirtschaft die moderne Mechanisierung auf und wurde Schuitemaker Vertragshändler für Traktoren und Melkmaschinen. Das Hufschmiedegeschäft war rückläufig, da die altmodischen Bauernwagen nach und nach von der Bildfläche verschwanden und von luftbereiften Wagen abgelöst wurden.
Die 50er Jahre - der Aufschwung von Schuitemaker
Der Aufschwung der Schuitemaker Machines BV begann in den 50er Jahren, als in den Niederlanden ein amerikanischer vierrädriger Stalldungstreuer benutzt wurde, der bei Schuitemaker ziemlich oft zur Reparatur gebracht wurde. Das war eine relativ komplizierte Maschine und die Reparatur war oft sehr zeitaufwändig. Unter anderem dadurch erkannte Schuitemaker die Notwendigkeit und sah Möglichkeiten, um bessere, aber vor allem einfachere Stalldungstreuer mit viel mehr Optionen herzustellen. Auf einem Reißbrett, das er sich von der Handwerksschule im Ort auslieh, entwarf Johan Schuitemaker jr. einen neuen Wagen, den er später in fünf Ländern patentieren ließ. Dieser Stalldungstreuertyp, der bekannte SMS-3000, mit der allseits bekannten geschlossenen Ölwanne war jahrelang das Paradepferd von Schuitemaker Machines und legte den Grundstein für den späteren großen Erfolg des Unternehmens.
1963: Der Umzug
1963 zog Schuitemaker mit damals bereits 35 Mitarbeitern als einer der ersten Betriebe auf das Gewerbegelände "De Mors" um. Bestärkt durch den großen Erfolg des Stalldungstreuers befasste sich Schuitemaker weiter mit neuen Entwicklungen und Entwürfen. Gestützt auf die guten Kontakte mit Wageningen und die Weitsicht von Johan Schuitemaker jr. entstand der bekannte UTW (Universaltransportwagen). Dieser Transportwagen, dessen Ladefläche um 180 Grad geschwenkt werden konnte, konnte zu jener Zeit als Ackerbauwagen, Futterdosierwagen und Silagewagen eingesetzt werden. Bei diesem System konnten nur Front- und Seitenbordwände aus Stahl verwendet werden, mit deren Zulieferung es ständig Probleme gab, da die Lieferanten die strengen Qualitätsanforderungen von Schuitemaker nicht erfüllen konnten.
1966: Die Kaltwalze und ihre Bedeutung
Da sich die Probleme mit dem Zulieferer der Stahlbordwände nicht beheben ließen, nahm Johan Schuitemaker dies zum Anlass, um 1966 nach Italien zu reisen und dort eine Kaltwalze zu kaufen, die kurz darauf in der Fabrik in Rijssen installiert wurde. Da die Kapazität dieser Profilierwalze um ein Vielfaches größer war, als Schuitemaker zu dem Zeitpunkt für die eigene Produktion benötigte, machte man sich rasch auf die Suche nach Produktionsmöglichkeiten für Dritte, was ebenfalls von Erfolg gekrönt wurde. Dadurch fertigt Schuitemaker auch heute noch für andere Hersteller von landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen Stahlbordwände und haben auch Hersteller von Lastkraftwagen und Lkw-Aufbauten den Weg nach Rijssen gefunden. Interessant ist zu erwähnen, dass alle DAF-Armeefahrzeuge, denen man heute auf der Straße begegnet, mit Stahlseitenbordwänden aus der Fabrik von Schuitemaker ausgerüstet sind.
1986
Schuitemaker bringt den RAPIDE-Kurzschnittladewagen auf den Markt, der bis heute noch immer mit Erfolg produziert wird.
1998
Der letzte SMS-3000 läuft vom Band. Insgesamt wurden mehr als 25.000 dieser Stalldungstreuer produziert.
2000
Im Jahr 2000 wurde eine umfassende Erweiterung vorgenommen. Nötig war das durch das konstante Wachstum des Unternehmens und den entsprechenden Platzmangel in dem alten Gebäude. Außer einer neuen Produktionshalle mit einer Fläche von 1.500 m² und einem überdachten Lagerplatz mit einer Fläche von 1.000 m² wurde auch das Bürogebäude um ein ganzes Stockwerk erweitert. Der Betrieb nimmt jetzt eine Gesamtfläche von 46.000 m² ein, davon sind 12.500 m² bebaut.